Aus der Praxis: Im Gespräch mit Thomas Winkler über das Kombi Power System in Kelheim
26.07.2013
Aus der Praxis: Im Gespräch mit Thomas Winkler über das Kombi Power System in Kelheim
Warum hat sich der Auftraggeber für ein Kombi Power System der Firma Gammel Engineering entschieden?
Die Stadtwerke Kelheim GmbH & Co. KG haben sich für ein Kombi Power System in Form eines Hackschnitzelheizkraftwerk mit Thermalölkreis entschieden. Die Organic Rankine Cycle-Technik ist ein sehr ausgereiftes Verfahren. Die Firma Gammel hat rund 30 Anlagen ähnlichen Typs in den letzten 10 Jahren umgesetzt (http://www.gammel.de/de/referenzen). Vorteile von dieser Anlage sind ein guter Teillastwirkungsgrad, geringer Betriebsaufwand und es ist die wirtschaftlichste Lösung bislang im Leistungsbereich bis 2 MWel.
Was ist das Besondere beim Kombi Power System Biomasse-Heizkraftwerk in Kelheim?
Die große Besonderheit beim Hackschnitzelheizkraftwerk in Kelheim ist, dass ein bestehendes und ein stillgelegtes Wärmenetz eingebunden wurden. Das neue, wärmegeführte Biomasseheizkraftwerk liefert jetzt 12.000 MWh Bio-Wärme und erzeugt im Rahmen der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung mit der ORC-Turbine 2,2 Millionen kWh Bio-Strom. Dafür werden pro Jahr 18.600 Kubikmeter Waldhackschnitzel aus der unmittelbaren Region eingesetzt. Der Umwelteffekt ist beachtlich: 5.500 Tonnen CO2 werden pro Jahr vermieden!
Wie lange war die Bauzeit bis zur Fertigstellung/Einweihung?
Am 29. März 2011 fand der erste Spatenstich statt – gut ein halbes Jahr später, am 11. Oktober 2011 wurde das Werk offiziell in Betrieb genommen. Die komplette Abwicklung und Planung inklusive Projektentwicklung und Erstellung des Businessplanes über die Überwachung der Realisierung bis hin zur Unterstützung im laufenden Betrieb hat von Oktober 2010 bis Dezember 2011 angedauert.
Wie hoch waren die Investitionskosten für die Stadt Kelheim?
Die Investitionssumme für das Fernwärmenetz liegt bei circa 1,8 Millionen Euro. Es wurden etwa 2,4 Kilometer neu errichtet, das Netz beträgt circa fünf Kilometer insgesamt. Die Investition für die Technik lag bei circa 3,9 Millionen Euro. Die Gesamtinvestition lag bei rund acht Millionen Euro. Mit den Hauptwärme-Abnehmer KELDORADO und Goldbergklinik kann das Stadtwerk Kelheim das Biomassekraftwerk – auch in den Sommermonaten – wirtschaftlich darstellen.
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